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elk sien moeg



"Wenn es so ist, dass wir nur einen kleinen Teil von dem leben können, was in uns ist - was geschieht mit dem Rest?" (Pascal Mercier: Nachtzug nach Lissabon)

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elk sien moeg = jedem was er mag= suum cuique , dem ersten philosophischen Spruch in meiner friesischen Heimat (meiner Mutter), der signalisieren soll, dass es mir hier um alltägliche Reflexionen, um kulturelle Erfahrungen, um ästhetische Entdeckungen geht, die mir widerfahren.

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Warum wir kooperieren.

Michael Tomasello legt eine interessante Studie vor, in der er die Verhaltensweisen von Kindern mit Primaten vergleicht und so jeweils auf Gleichheiten und Unterschiede verweisen kann, die die Grundlagen unseres Vermögens zur Kooperation sind. Interessant sind z.B. die Modifikationen der Hilfsbereitschaft von Kindern, wenn sie gelobt werden: Die intrinsische Motivation wird zu einer äußeren und damit auch ggf. geringer. Nicht immer sollten wir Kinder für ihr positives Verhalten loben, sondern es einfach nur wahrnehmen. Auch andere Studien sind in diesem Vorlesungsskript höchst interessant: Wie entsteht Konformität, wie Kooperation, weshalb verschwindet der individuelle Kampf ums Überleben, wann entstehen Normen,... Die Rolle von Als-ob-Spielen, symbolischer Kommunikation ist wichtig. Ein Schlüssel ist die gemeinsame Nahrungssuche, die eine kooperative Selektion auslöste: "Dies bedeutet, daß die meisten, wenn nicht gar alle hochkomplexen Kooperationsformen moderner Industriegesellschaften...auf Fähigkeiten und Motivationen zur Kooperation aufbauen, die im Kontext der Interaktion in kleinen Gruppen entstanden sind: also genau den Formen altruistischer und kooperativer Handlungen, die wir in unseren einfachen Studien mit Menschenaffen und Kindern beobachtet haben." (S. 82) Hier zeigten sich sehr deutlich die Unterschiede, die die menschliche Kooperation ausmachen.
15.10.10 12:11


Der Koch - Martin Sutor

Und jetzt tauche ich in die tamilische Kultur ein. Auch wenn andere Kritiker die Überfrachtung des Romans schon angemerkt haben, ich bin erst auf den ersten 40 Seiten und habe Lust auf Essen aus Sri Lanka und Südindien bekommen. Der Aufschlag ist nicht schlecht, man fragt sich, woher Sutor die (Realitäts-) Informationen nimmt. Mal sehen, wie sich dies so entwickelt, eine Urlaubslektüre ist es auf jeden Fall. Jede Stadt sollte doch auch ein tamilisches Restaurant haben, jetzt nach dem die tamilischen Tiger ihren Kampf verloren haben. Dabei muss ich an eine Freundin aus der Schulzeit denken, die jetzt eins der hervorragendsten Cafes in Bombay führt und die ich seit 45 Jahren nicht gesehen habe. Der Link kommt bald nach.
26.3.10 19:54


Deon Meyer - eine Krimi-Entdeckung

Der "Weisse Schatten" ist eine sehr spannende Geschichte, rund um den Krügerpark angesiedelt. Was zunächst nach Umweltterrorismus aussieht, wird später ... Aber das sollte jeder selber lesen. Gerade bin ich 14 Tage aus Pretoria zurück, Freunde waren im Krüger-Nationalpark, Partner leben in den Townships rund um Pretoria. Meyer ist ein Weisser, seine Hauptpartnerin auch, daher kein Abbild der eigenen Erfahrungen, wenn man 8 Tage in einer doch überwiegend coloured und black Gesellschaft verbringt. Aber angesichts von Mankell ua die Entdeckung eines neuen Krimi-Kontinents.
26.3.10 19:45


Der weiße Tiger - Aravind Adiga

Es ist nicht gerade ein Schelmenstück, aber ein sozialkritischer Roman, der indische Verhältnisse einmal anders als gewohnt präsentiert. Die mittelalterlichen Verhältnisse auf dem Dorf, die brutale Wirklichkeit wirtschaftlichen Überlebens, die nicht rechtlch verfolgte Tötung eines Kindes auf der Straße oder die Verhältnisse in den Bereichen der Computer- und Internetspezialisten, wir werden durch die komplexe indische Welt geführt. Machmal ist es zu stereotyp und man fragt nach dem Realtitätsgehalt. Aber schon Ruschdie mit seinem letzten Seufzer seines Mooren oder Slumdog Millionär bieten hier andere Perspektiven, aber immer auch schreckliche Realitäten oder ...
26.3.10 19:34


Interkultur - Mark Terkessidis

"Die Einbeziehung der Bevölkerung in ihrer ganzen Vielfalt ist die Zukunftsaufgabe dieser Institutionen – allein schon aus demographischen Gründen. Interkultur sollte verstanden werden als die ausdrückliche Anerkennung von unterschiedlichen Herkünften und Zugängen als Ressource für die kulturelle Entwicklung in der Bundesrepublik. Intercultural Mainstreaming ist dabei ein Instrument für deren Durchsetzung. Alle Bereiche der Institutionen müssen für das Thema Interkultur sensibilisiert werden." (Terkessidis beim Goethe-Institut ) In dem Suhrkamp-Taschenbuch "Interkultur" plädiert Terkessidis für eine radikale interkulturelle Öffnung. Alle Institutionen müßten darauf abgeklopft werden, ob sie Personen, egal welcher Herkunft, auch tatsächlich die gleichen Chancen auf Teilhabe einräumen. Nur so können die Potentiale einer vielfältigen Gesellschaft fruchtbar gemacht werden.
26.3.10 19:10


Globale Eliten, lokale Autoritäten - PISA, Bologna etc

Es wäre zu wünschen, dass zumindest jeder Multiplikator und Administrator von Kerncurricula, Kompetenzorientierung und Vergleichsarbeiten diese Studie von Richard Münch teilweise provokative aber auch sehr intensive Analyse liest.
"Die Kritik an der neuen Bildungswelt kann sich allerdings nur auf die alte Tradition stützen und steht angesichts der Koalition von transnationaler Wissens- und Wissenschaftselite auf verlorenem Posten. Kompetenzen sind eben messbar, Bildung nicht."
26.3.10 18:59


20.3.10 23:24


Web 2.0 als soziales Medium

Stefan Münker hat sich sehr intensiv mit den Entwicklung des Web 2.0 auseinander gesetzt und die Entwicklungslinien als soziale Medien herausgestellt: Alle Anwendungen funktionieren nur durch ihren Gebrauch von z.T. sehr vielen Teilnehmern: Wikipedia, Facebook, Skype, Blogs, Twitter, ... Selbst das Spenden für internationale Hilfsprojekte wird aufgenommen: betterplace.de und scheint sich zu entwickeln. In allen Bereichen ergeben sich soziale und mediale Entwicklungen, die tiefgreifender sein können, als wir es zur Zeit abschätzen können. Interessant ist es, dem Verhältnis von Öffentlichkeit und Privatheit nachzuspüren, die Gefahren aber auch die Möglichkeiten zu erkennen, die sich auch in dem Niederschlagen was wir Ich-Identität nennen, was uns als Person in der Gesellschaft ausmacht.
Betterplace
flickr (dietersw)
Bildblog
20.12.09 23:27


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